Das Bürgenstock-Ressort kommt für die Durchführung des WEF 2021 in Frage. Yannick Gauch und Gianluca Pardini reagieren mit einer Interpellation und trägt dem Stadtrat auf, wichtige Fragen zu klären.

Im August 2020 hat WEF-Gründer Klaus Schwab informiert, dass das World Economic Forum (WEF) 2021 corona-bedingt nicht wie üblich im Januar stattfinden wird. Als Ausweichdatum wurde der Frühling 2021 genannt. Am Dienstag, 22. September 2020 wurde dann bekannt, dass Davos dieses Jahr nicht als Austragungsort in Frage kommt. Einen Tag später konnte man den Medien entnehmen, dass das WEF mit zwei allfälligen Austragungsorten in Verhandlung steht1. Neben Lugano ist dies das Bürgenstock-Resort.

Es ist davon auszugehen, dass eine Durchführung des World Economic Forum 2021 im Hotel Bürgenstock auch Auswirkungen auf die Stadt Luzern haben wird. Ein Treffen von mehreren StaatspräsidentInnen zieht ein enorm hohes Sicherheitsdispositiv mit sich und könnte den Alltag der Stadt Luzerner*innen einschränken. Zudem finden rund um den Austragungsort normalerweise zusätzliche Veranstaltungen und Firmenevents statt. Es ist davon auszugehen, dass solche in der Stadt Luzern durchgeführt würden. In diesem Zusammenhang bitten wir den Stadtrat um die Beantwortung folgender Fragen:

• Wie schätzt der Stadtrat die Auswirkungen eines WEF im Bürgenstock auf die Stadt Luzern ein, beispielsweise im Bezug auf Einschränkungen durch Sicherheitsmassnahmen?
• Könnte die Durchführung des WEF auf dem Bürgenstock finanzielle Auswirkungen auf die Stadt Luzern haben (z.B in Form von Sicherheitskosten)?
• Sieht der Stadtrat für die Stadt Luzern Chancen, wenn das WEF in der Region durchgeführt würde (z.B für die Hotellerie und Gastronomie)?
• Wurde der Stadtrat über eine allfällige Durchführung des WEFs informiert? Bzw. wurden Gespräche geführt, an denen eine Vertretung der Stadt Luzern anwesend war?

Im Namen der SP/JUSO-Fraktion
Yannick Gauch, Gianluca Pardini

25. Sep 2020