Die SP Stadt Luzern ist erfreut über die zustimmende Haltung des Stadtrats zu ihrer Initiative «Spange Nord stoppen – Lebenswerte Quartiere statt Stadtautobahn».

Am 24. April 2019 hat die SP Stadt Luzern mit einer Rekordzahl von 3'523 gültigen Unterschriften ihre städtische Initiative «Spange Nord stoppen – Lebenswerte Quartiere statt Stadtautobahn» eingereicht. Die Initiative verlangt, dass sich die Stadt Luzern für den Erhalt der Lebens- und Wohnqualität in den durch den Bau der Spange Nord bedrohten Quartieren einsetzt. Zu diesem Zweck soll sich die Stadt Luzern mit allen möglichen Mitteln für den Verzicht der Spange Nord einsetzen und Alternativmassnahmen bezüglich Förderung des öffentlichen Verkehrs und der Entlastung der Innenstadt vom motorisier-ten Individualverkehr prüfen.

Im heute veröffentlichten Bericht und Antrag 7/2020 äussert sich der Stadtrat positiv zur SP-Initiative und empfiehlt diese der Stimmbevölkerung zur Annahme.

Idee einer Reussportbrücke ist keine Lösung 
Wie der Stadtrat richtig erkannt hat, richtet sich unsere Initiative auch gegen die gescheiterte Idee einer redimensionierten Variante der Spange Nord, der Reussportbrücke mit Autobahnanschlusses Lochhof. Die Spange Nord war von Beginn weg ein Infrastrukturprojekt für den Autoverkehr in einem öV-Mäntelchen. Mit dem Wegfall des öV-Teils, gibt es nun keinen einzigen Grund mehr, dieses Projekt zu unterstützen.

Die Variante Reussportbrücke mit Anschluss Lochhof führt zu einer enormen Verkehrsbelastung in den Quartieren Fluhmühle und Reussport, zu einem gigantischen baulichen Eingriff in das Landschaftsbild und zur Gefährdung des Öko-systems der Reuss. Des Weiteren müsste über das ganze Stadtgebiet gesehen die Strassenkapazität für den MIV ausge-baut werden, was dem Reglement für eine nachhaltige Mobilität widerspricht und nicht den Anforderungen einer moder-nen und nachhaltigen Mobilität entspricht.

Die SP-Initiative hat seit ihrer Einreichung noch an Wichtigkeit gewonnen, denn sie ist die einzige Möglichkeit, dass sich die Stadtluzerner Bevölkerung, die unmittelbar von verheerenden Folgen des Projekts betroffen ist, zum Projekt äussern kann. Dies noch bevor die kantonale Luzerner Stimmbevölkerung zum Projekt Spange Nord/Reussportbrücke Stellung nimmt. 

Die SP bekämpft die «Neue Spange Nord» mit gleicher Entschlossenheit und ist überzeugt, dass ihre Haltung gegen die Spange Nord/Reussportbrücke/Autobahnanschluss Lochhof und für eine nachhaltige und ökologische Verkehrspolitik von einer grossen Mehrheit der Stadtluzerner Bevölkerung geteilt wird. 

Die SP hofft, dass die bürgerlichen Stadtparteien vor dem Hintergrund der Wahlergebnisse von letzter Woche nun endlich zur Vernunft kommen und dem Projekt Spange Nord/Reussportbrücke eine deutliche Abfuhr erteilen. Wir fordern diese auf, Hand zu bieten für eine fortschrittliche Verkehrspolitik, welche gemeinsam mit dem Kanton Luzern entwickelt wird.

03. Apr 2020